Samstag, 12. Juli 2014

Saugut, die Saubohne



Die Saubohne taucht unter vielen Namen von Juni bis August auf den Wochenmärkten auf: Ackerbohne, Puffbohne oder Dicke Bohne. Man sieht sie leider nicht sehr oft, wahrscheinlich weil ihre Zubereitung ziemlich viel Arbeit macht. Aber die sollte man unbedingt investieren, um diese jahreszeitliche Delikatesse genießen zu können.  
Erst müssen sie aus der Schale gepellt werden. Die Schalen der Bohnen sind innen weich und flauschig wie ein Flanellschlafanzug. Dann müssen die Bohnen in kochendem Wasser etwa 5 Minuten blanchiert und mit kaltem Wasser abgeschreckt werden. Die ledrig zähe Haut der Bohnen wird mit dem Messer leicht eingeritzt und die froschgrüne Bohne aus der Schale gedrückt.
Damit ist die meiste Arbeit schon getan. Die Bohne hat ein kräftig nussiges Aroma und braucht nicht viele Beigaben, sie schmeckt am besten ganz einfach unverfälscht mit reichlich Olivenöl bester Qualität, Salz und Pfeffer, vielleicht noch etwas Parmesan, Pecorino oder Ricotta.
Ach, noch ein Hinweis: Das Verhältnis von Bohne zu Küchenabfall ist etwa 1:4. Deshalb immer reichlich Saubohnen kaufen!